Die Adventszeit ist in vollem Gange und die Weihnachtsschlemmerei hat begonnen. Dein Körper muss die ganzen leckeren Plätzchen und die Klöße verdauen. Liegt dir das viele Essen schwer im Magen? Dann könntest du deine Verdauung in solch kalorienreichen Zeiten auf ganz natürliche Weise unterstützen: Und zwar durch Bitterstoffe.

Bitterstoffe - So gesund sind sie für deinen Körper

Wir tolerieren Bitterstoffe in der Nahrung fast nur noch in Genussmitteln wie beispielsweise Bier und Kaffee. Dabei sind sie für unsere Gesundheit  entscheidend.

Wenn du wissen möchtest, wie dir Bitterstoffe bei deiner Verdauung und deinem Appetit helfen können und sonst erfahren welche Vorteile sie dir noch bringen, dann bleib dran und les weiter.

Bitterstoffe regen die Verdauungssekrete an

Ihre erste Wirkung entfalten Bitterstoffe bereits im Mund, wo sie den Speichelfluss aktivieren und so deine Verdauung unterstützen. Nimmt unsere Zunge Bitteres wahr, starten die Verdauungssäfte automatisch ihren Dienst. Sie aktivieren Schleimhäute und stimulieren den Magen, die Leber, die Gallenblase und die Bauchspeicheldrüse, wodurch Verdauungssäfte produziert werden.

Das heißt: Bitterstoffe regen die Produktion von Sekreten an, um das Essen aufspalten zu können. Für den Darm ist das wichtig, denn nur so kann er die Nährstoffe richtig aufnehmen.

Auch deine Abwehrkräfte profitieren von einer funktionierenden Verdauung, denn der Magen-Darm-Trakt ist wichtig für dein Immunsystem.

Bitterstoffe zügeln den Appetit und fördern die Fettverbrennung

… indem sie z.B. den Insulinspiegel flach halten.

Durch Bitterstoffe bekommst du ein rascheres Sättigungsgefühl und weniger Appetit auf Süßes. Außerdem wird die Energieverbrennung angekurbelt und die Fettverdauung gefördert.

Bittere Lebensmittel können dich somit beim Abnehmen unterstützen, denn sie  hemmen den Appetit auf Süßes. Natürlich kostet es etwas Überwindung, statt Kekse und Schokolade, zu Rucola und Artischockenherzen zu greifen. Durch den bitteren Geschmack im Mund lässt jedoch die Lust auf Süßes rasch nach. Indem sie schneller das Gefühl vermitteln, satt zu sein, wirken Bitterstoffe als natürliche Heißhunger-Bremse. Isst man bei Lust auf Süßes Bitterstoffe statt Zuckerkram, so verliert sich der Zuckerhunger. Da Bitterstoffe bzw. bittere Lebensmittel für gewöhnlich nicht so viele Kalorien wie Süßigkeiten enthalten, können Bitterstoffe folglich auch beim Abnehmen von überflüssigen Pfunden hilfreich sein.

Bitterstoffe – wo sind sie enthalten?

Da unser Geschmackssinn heutzutage von den „Lockstoffen“ der Lebensmittelindustrie, wie z.B. Geschmacksverstärker beeinflusst und geprägt ist, mögen wir heute oft nur noch süße oder salzige Lebensmittel.

Wie kannst du nun Bitterstoffe wieder in deine Ernährung integrieren? Bitterstoffe sind bevorzugt in Wildpflanzen und Kräutern enthalten, aber auch in der Schale mancher Früchte und Gemüse, wie zum Beispiel in Aubergine, Grapefruit, Oliven und Salat.

Pflanzen, die eine besonders hohe Dosis an Bitterstoffen enthalten, sind: Artischockenblätter, Löwenzahn, Spinat oder Mangold. Löwenzahn  kannst du z.B. draußen in der Natur pflücken oder auf deinem Balkon oder in deinem Garten anpflanzen. Sesam, Kurkuma, Ingwer, Zimt und Senfkörner sind ebenfalls reich an Bitterstoffen. Indische Gerichte beherbergen viele dieser Gewürze. Wie wärs mit einem Curry heute zum Abendessen?

Aber Vorsicht: Zu viele Bitterstoffe greifen deine Magenschleimhäute an. Die Dosis ist entscheidend.

Die Lebensmittelindustrie prägt den menschlichen Geschmackssinn

Die Lebensmittelindustrie bemüht sich, die Bitterstoffe aus der menschlichen Ernährung zu entfernen, indem man bitterstoffhaltige Gemüsesorten einfach möglichst bitterstoffarm oder sogar bitterstofffrei züchtet.

Das ist der Grund, warum beispielsweise Radicchio oder Chicoree, die früher bitter schmeckten, heute kaum noch Bitterstoffe enthalten. Leider gehen uns auf diese Weise wichtige Schutz- und Heilstoffe verloren.

Bitter und gesund

Nutze die stärkende und aktivierende Wirkung von Bitterstoffen im Alltag, indem du bittereres Gemüse und Salate im Menüplan einbaust und das Süße etwas reduzierst. Interessant ist auch, dass Bitterstoffe je nach Einnahmezeitpunkt eine andere Wirkung haben: 30 Minuten vor dem Essen eingenommen, fördern sie deinen Appetit. Nimmst du sie unmittelbar vor dem Essen zu dir, unterstützen sie zwar deine Verdauung, können aber durch das schnellere Einsetzen der Verdauungsprozesse den Hunger etwas dämpfen.

Profitier gleich heute von der gesunden Wirkung der Bitterstoffe und baue ein bitteres Lebensmittel in deine nächste Mahlzeit ein.