Heutzutage schwören viele Menschen auf eine gesunde Ernährung mit Superfood aus der Ferne wie z.B. Goji Beeren, Avocados, Moringa, Spirulina und Acerola. Dabei sind diese meist sehr teuer und deren Massen-Anbau schadet der Umwelt. Wenige wissen, dass wir regionale Alternativen zu bieten, die mindestens genauso reich an Vitaminen und lebenswichtigen Nährstoffen sind. Hier findest du 5 Gemüsesorten, die in Deutschland angebaut werden und voller wichtiger Nährstoffe sind, die du deinem Körper zu Nutze machen kannst.

Superfood

1.  Grünkohl – Superfood der Kohlgemüse

Gerade im Winter ist Vitamin C für dein Immunsystem besonders wichtig. Kohlgemüse ist hierfür ein guter Lieferant und hat auch im Winter Saison. Wenn du Kohlgemüse aufgrund der blähenden Wirkung bisher eher gemieden hast, haben wir einen Tipp für dich: Würze das Gericht mit Kümmel, denn das hat eine antibakterielle Wirkung im Darm und wirkt somit gegen den Blähbauch.

Grünkohl ist eine Eisen- und Proteinquelle. Die Nährstoffdichte und der hohe Vitalstoffgehalt machen den Grünkohl zu einem wahren Superfood. So liefert der Grünkohl nämlich etwa 4 g Nährstoffe pro 100 g. Noch dazu ist er eine hervorragende Calciumquelle mit 200 mg pro 100 g. Zudem kann der Grünkohl mit 2mg Eisen pro 100 g prahlen.

In der Neuzeit findet sich der Grünkohl daher immer häufiger in Rohkostgerichten wieder wie beispielsweise in den beliebten grünen Smoothies oder in Salat Bowls.

Für zwischendurch sind Grünkohl-Chips der perfekte Snack. Denn nur so kann das Superfood Grünkohl dir das schenken, was in ihm steckt. Vor allem seine Antioxidantien sind natürliche Schutzschilde, die dich vor Krankheiten schützen können.

Die Besonderheit beim Grünkohl:  Omega-3-Fettsäuren

Untypisch für Gemüse ist, dass es nur wenig Fett enthält. Auch der Grünkohl ist mit nur 1 Gramm  fettarm. Dieses eine Gramm enthält jedoch 130 mg Alpha-Linolensäure (ALA), die pflanzliche Omega 3 Fettsäure, mit zahlreichen positiven gesundheitlichen Auswirkungen.

Gut zu wissen: Wie vorher schon erwähnt, enthält Grünkohl sekundäre Pflanzenstoffe, die gut für unsere Gesundheit sind. Eins davon sind Carotinoide, die gegen Entzündungen wirken und das Risiko für bestimmte Krebs- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken kann, wenn man eins beachtest: Wenn du gemeinsam mit dem Grünkohl eine kleine Portion Fett aufnimmst, wie z. B. Olivenöl, kann dein Körper das Beta-Carotin leichter aufnehmen. Noch wichtiger für eine hohe Beta-Carotin-Aufnahme ist jedoch, dass der Grünkohl gut zerkleinert wird – beispielsweise so, wie es im grünen Smoothie der Fall ist.

2.    Blattspinat

Popeye hatte tatsächlich Recht: Spinat ist hervorragend dazu geeignet, die Muskulatur zu stärken. Aktuelle Ergebnisse einer Studie der schwedischen Hochschule für Medizin haben die auf Muskelaufbau abzielende spinatlastige Ernährungsweise Popeyes  für diesen Zweck als passend bestätigt. Allerdings sollte der Spinat nicht aus der Dose stammen, sondern frisch und unerhitzt gegessen werden. Spinat enthält große Mengen an Vitamin A und C, sowie Beta- Karotin, ist reich an Mineralien, nährt Muskelzellen, senkt Blutdruck und verhindert Diabetes, sowie Übergewicht.

Jetzt fragst du dich bestimmt – wie funktioniert das?

Die oft  verteufelten Nitrate, die im Spinat und anderem grünen Blattgemüse zu finden sind, sind eigentlich sehr vorteilhaft,  da sie die Mitochondrien in den Muskelzellen nähren. Mitochondrien sind die Kraftwerke der Zellen, die die nötige Energie produzieren. Mangelhaft funktionierende Mitochondrien können Körperfunktionen lahm legen bzw. verlangsamen, was für dein Wohlbefinden schlecht ist. Leistungsstarke Mitochondrien sorgen für einen reibungslosen Ablauf der Vorgänge in deinem Körper: Sie regulieren z.B. den Blutdruck, das Immunsystem und den Zellstoffwechsel. Das im Spinat und anderem grünen Blattgemüse vorhandene Nitrat wird  zu Stickstoffmonoxid umgewandelt, welches im ganzen Körper verwendet werden kann. Eine schwedische Studie stellte heraus, dass der Konsum jener Nitratmenge, die in etwa 200 bis 300 Gramm Spinat steckt und über einen Zeitraum von drei Tagen mit sportlicher Betätigung genommen wird, die Effektivität der Mitochondrien verbessert. Das wiederrum reduziert den Sauerstoffverbrauch, erleichtert das Muskelwachstum und führt zu einer allgemein besseren Gesundheit.

3.    Mangold

Mangold hat einen Ruf als Naturheilpflanze und gilt seit Jahrhunderten als Mittel bei Nervosität und Unruhe. Auch gegen Darmträgheit wurde er gerne eingesetzt.

Mangold ist reich  an Mineralstoffen, wie Eisen, Phosphor, Kalium und Magnesium, sowie an Vitamin A und C (38mg pro 100g). Zudem hat es nur 16kcal pro 100Gramm.

Im Mangold stecken mehr Ballaststoffe als in den meisten anderen Blattgemüsen wie etwa dem Kopfsalat. Ballaststoffe haben den  Vorteil, dass sie das Sättigungsgefühl steigern und Gallensäure im Darm binden. Das führt dazu dass der Cholesterinspiegel gesenkt wird. Ausserdem tragen die Ballaststoffe zur Verdauung und damit  zusammenhängend zur Darmgesundheit bei.

Welche Vitamine sind im Mangold enthalten?

In Bezug auf den Gehalt an Nährstoffen gibt es kaum ein anderes Gemüse, das so gut bestückt ist wie der Mangold. In der Tat zählt der Mangold neben dem Brokkoli und dem Spinat zu den gesündesten Gemüsearten der Welt. Unsere Tabelle verrät Ihnen, welche Mineralstoffe und Vitamine im Mangold stecken und inwiefern dieser zur Deckung des Vitamin- und Mineralstoffbedarfs beitragen kann.

  • 3,5 mg Betacarotin : Der Antioxidant reduziert das Krebsrisiko und      ist wichtig für Haut, Augen und Knochen. Es deckt zu 176,5% zum      Tagesbedarf an Betacarotin.
  • 39 mg Vitamin C: Stärkt dein Immunsystem, wirkt antioxidativ und entzündungshemmend      und deckt zu 39% den Tagesbedarf.
  • Eines der wichtigsten Antioxidantien: 1,5 mg Vitamin E. Deckt mit 12,5% den Tagesbedarf. Es schützt die Zellen vor freien Radikalen, gilt als Anti-Aging-Vitamin, kann sogar die Fruchtbarkeit fördern und reguliert deinen Cholesterinspiegel.
  • 400 µg Vitamin K deckt mit 571,4% deinen Tagesbedarf. Vitamin K ist wichtig für die Blutgerinnung, für deine Knochen und Zähne.

4.    Rote Beete

Die Rote Beete ist nicht sonderlich beliebt. Allerdings gehört sie zu den gesündesten Gemüsesorten und dass Rote Bete deinen Blutdruck senken kann und sich vorteilhaft auf deine Haut auswirken kann, sind genug Gründe dafür, das Gemüse häufiger auf deinen Tisch zu bringen. Hier findest du nun 4 Vorteile, wenn du regelmäßig Rote Beete in deine Ernährung einbaust:

Rote Bete schützt Leber und Galle: Rote Bete ist reich an einem Pflanzenstoff, namens Betain, der die Funktion der Leberzellen stimuliert, die Gallenblase kräftigt und dabei hilft, die Gallengänge gesund und frei zu halten.

Das sorgt einerseits für eine reibungslose Verdauung und unterstützt andererseits den Körper dabei, Stoffwechselprodukte und Giftstoffe vollständig und zügig auszuscheiden.

Rote Bete schützt Herz und Blutgefäße. Betain besitzt außerdem die Fähigkeit, den Homocysteinspiegel zu senken und schützt auf diese Weise vor Herz- und Gefäßkrankheiten. Da Rote Bete nicht nur Betain, sondern auch in großen Mengen Folsäure enthält, kannst du wenn du regelmäßig dieses Gemüse isst oder in einem Saft trinkst, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall vorbeugen.

Rote Bete sorgt für gute Laune: Rote Bete wirkt zwar nicht so intensiv wie Antidepressiver, dennoch wirkt das enthaltene Betain als “Stimmungsaufheller”, da es den Spiegel unseres Glückshormons Serotonin erhöhen kann. Gerade in den dunklen Wintermonaten kann Rote Beete dir also bei deinem Stimmungstief helfen

Rote Bete reguliert den Blutdruck: Jetzt fragst du dich wahrscheinlich, wie das funktioniert: Nitrat wird im Körper in Nitrit umgewandelt, das die Bildung von Stickstoffmonoxid im Blut anregt, wodurch die Blutgefässe erweitert werden. Als Folge sinkt der Blutdruck.Das ist ein einfacher Weg, den eigenen Blutdruck mithilfe von nitrathaltigem Gemüse zu regulieren.

5.    Schwarzwurzel

Außen Schwarz und innen weiß. Während früher das Wurzelgemüse als Heilmittel für Schlangenbisse genutzt wurde, gilt es heute als Spargel des Winters. Nach der Erbse und der Bohne enthält die Schwarzwurzel die meisten Nährstoffe von allen Gemüsearten, besonders Kalzium und Phosphor. Kennzeichnend ist der hohe Gehalt an dem löslichen Ballaststoff Insulin, der gut für den Stoffwechsel und die Darmflora ist. Zudem eignet sich die Schwarzwurzel gut für Zeiten, in denen du auf deine Kalorien achtest. Sie ist dank niedrigem Fett- und Kaloriegehalt sehr figurfreundlich. Der hohe Kaliumgehalt wirkt zudem entwässernd. Die Hauptsaison, in der die Schwarzwurzel gekauft werden kann ist zwischen Oktober und Februar.

Tipp: Zieh dir beim Säubern und Schälen der Schwarzwurzel Handschuhe an, der Saft verursacht nämlich klebrige und schmutzige Finger.

Jetzt hast du 5 Gemüsearten mit ihren besonderen Eigenschaften kennengelernt, die du ganz einfach regional und saisonal in Deutschland kaufen kannst. Wie wärs, wenn du das nächste Gericht mit mindestens Einem der deutschen Superfood-Lebensmittel zubereitest ? Lass es dir schmecken!