Die Tage werden kürzer und kälter und alles duftet nach leckeren Plätzchen und Lebkuchen in der Adventszeit. Da sind ein Gläschen Glühwein oder eine Bratwurst auf dem Weihnachtsmarkt ziemlich verlockend.

Wie du mit diesen ganzen Versuchungen am besten umgehst? In diesem Artikel erfährst du, wie du die Weihnachtsköstlichkeiten genießen kannst und dabei trotzdem auf dich achtest.

Fit durch die Adventszeit

Gute Vorsätze und Versuchungen

So gut die gesunden Vorsätze auch gemeint sind: Es ist wichtig, dass du nicht mit zu hohen Ansprüchen an dich selbst in den Advent startest. Sonst ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass du sie nach dem ersten vernaschten Lebkuchen über Bord wirfst, ganz nach dem Motto „jetzt hab ich eh schon versagt.“ Dadurch leidet nur dein Selbstwert und du hast nichts erreicht. Stattdessen gönne dir mit gutem Gewissen die ein oder andere Leckerei und setze dir realistische Fitnessziele. Du musst deine Leistung über die Adventszeit nicht verbessern. Aber behalt deine bisherigen Gewohnheiten bei und verlier deinen Schwung nicht! Wenn du dir also Plätzchen und Co. über die Adventszeit gönnst, ist das völlig in Ordnung. Auch wenn deine Trainingsintensität etwas geringer ist als sonst – kein Problem! Dein Ziel sollte sein, dass du deine Angewohnheiten, wie gesund zu essen oder zu trainieren, auch in der Adventszeit beibehältst. Und wie das geht? Hier vier Tipps:

1. Kurze Trainingseinheiten

Ein kurzes Training ist zwar nur halb so gut wie ein langes, aber tausendmal besser als gar keins! Wenn es dir schwerfällt, überhaupt anzufangen, nimm dir nur ein 10 Minuten Workout vor. So ist die Hürde, aktiv zu werden geringer, denn egal, ob Sport Spaß macht oder nicht: 10 Minuten können gar nicht so schlimm sein.

2. Zeit für dich

Die Weihnachtszeit ist turbulent und du bist vielleicht ständig damit beschäftigt, etwas für andere zu tun: Sei es, Geschenke zu kaufen oder eine Feier zu organisieren. Die Workouts hingegen sind Zeit, die nur dir allein gehört. Setze sie bewusst ein, wenn du Abstand von dem ganzen Trubel brauchst. Sie können eine Art Anker für dich sein und dir helfen, das Gefühl für deine eigenen Bedürfnisse zu behalten. Allein die Tatsache, dir Zeit für dich selbst zu nehmen und dir etwas Gutes zu tun, kann dir helfen, deine gesunden Gewohnheiten beizubehalten.

3. Die 80/20-Regel

Weihnachtsfeiern, Essenseinladungen und Plätzchenbacken. Über die Adventszeit gibt es viele Situationen, die zu ungesundem Essen verleiten. Du musst nicht auf alles verzichten!

Nutze die Mahlzeiten, über die du Kontrolle hast. Wenn du zu 80% der Mahlzeiten etwas Gesundes isst, fallen die 20% ungesunde Versuchungen nicht so sehr ins Gewicht. Tatsächlich haben Studien sogar ergeben, dass man nach dem Essen eher ansetzt, wenn man dabei ein schlechtes Gewissen hat. Gönn dir die 20% also aus vollem Herzen und genieße sie. Ein bisschen Vorausdenken kann aber nützlich sein, um die 80/20-Balance zu erhalten: Wenn du weißt, dass du heute Mittag auf dem Weihnachtsmarkt schlemmen wirst, dann sollte dein Frühstück erst recht gesund sein!

Übrigens: Gesundes Essen und Genuss schließen sich nicht aus. Halte immer nach Möglichkeiten Ausschau, bei denen du beides gleichzeitig haben kannst: Wie wäre es z.B. mit einer weihnachtlichen Smoothie-Bowl mit Pflaume, Orange und Zimt?

4. Du musst nicht zunehmen, nur weil Weihnachten ist

Wenn du mit dem Gedanken in die Adventszeit startest, dass es unvermeidbar ist zuzunehmen, wird das vermutlich auch passieren. Psychologen nennen dieses Phänomen die selbsterfüllende Prophezeiung. Demnach tragen wir unbewusst dazu bei, dass ein Verhalten oder Ergebnis eintritt, wenn wir dieses erwarten. Wenn du z.B. von dir denkst, dass du total schlecht vor Menschen sprechen kannst, wirst du eine Präsentation tatsächlich weniger gut halten, als wenn du an dich glaubst.

Wenn du also davon überzeugt bist, in der Weihnachtszeit sowieso zuzunehmen, beeinflusst das dein Verhalten ungünstig: Du könntest  dadurch du mit der Einstellung durch die Adventszeit gehen, dass du sowieso nichts ändern kannst und gar nicht erst probieren, dich gesund zu ernähren. So steigt die Wahrscheinlichkeit, dass du wirklich zunimmst.

Zeit den Spieß umzudrehen!

Nutze die Power der selbsterfüllenden Prophezeiung für dich und formuliere sie bewusst positiv, z.B. „Dieses Jahr werde ich mich in der Adventszeit zu 80% gesund ernähren.“ So kannst du dein Gehirn austricksen und von der selbsterfüllenden Prophezeiung profitieren. Das hilft dir, in vielen kleinen Momenten gesünder zu handeln. Und diese kleinen Momente machen das große Festmahl locker wieder wett! Also, freu dich auf die Adventszeit 🙂